Wir starren auf Ziegen – Flucht in die Digitalisierung!

Vergangenen Dienstag hiess es in Hamburg nicht „Moin Moin“  sondern Fight your Inner Goat! Wir waren beim Year of the Goat Festival! Als Gast, als Redner und als Workshop-Moderatoren!

Year of the Goat. Allein von Namen her schon voll unsere Veranstaltung. Das selbsternannte „Festival“ richtete sich vor allem an die Lenker und Denker in Unternehmen, denen das Thema Digitalisierung noch immer zu schaffen macht. Gut zusammengefasst wird das Thema vom YOTG-Film, aber Achtung, nicht zu ernst nehmen.

Der Tag war grob in zwei Blöcke unterteilt, während es Vormittags noch mehr um Keynotes und Speeches ging, waren nachmittags vorrangig Workshop, also interaktive Elemente geplant. Was als im Rahmen solcher Kongresse oder Festivals als Workshops tituliert wird, stellt sich ja in der Regel oftmals als Frontbeschallung heraus, aber die Moderatoren hier, meinten es ernst!

Die drei Opening Keynotes von Dr. Christoph Kucklick, Editor in Chief der Geo, Anders-Sundt Jensen Leiter Markenkommunikation bei Volkswagen und der Buchautorin Alexa Clay haben deutlich gemacht wo die Riese hingeht. Unternehmen müssen umdenken, in Ihren Prozessen und Strukturen. Die gesellschaftliche Entwicklung wird ihnen sonst zum Verhängnis. Vor allem die Keynote von Alexa Clay hat nochmal deutlich gemacht, das man unangepasst handeln muss, um heute noch Business machen zu können.

Nach den Keynotes im großen Saal teilte sich die Veranstaltung in verschiedene kleine Streams auf – uns Zog es zuerst in den Stream II, da unser CEO Lars dort den Pitch für unseren Workshop hielt. Die Spannung stieg. Über den Tag verteilt konnten wir an verschiedenen Workshops aktiv teilnehmen und Speeches lauschen. Im Gedächtnis ist mir dabei der Workshop „Generation Future, Bro!“ von Ahoi Consulting, und die Speech von Fernando Machado von Burger King geblieben.

Innerhalb des Workshops ging es darum, an drei Fallstudien Konzepte für die Generation Z zu entwickeln – witziger Weise standen uns „Konsumenten“ aus der Zielgruppe zur Verfügung, die mit uns unsere Ideen direkt validieren konnten. Der Showdown war ein kurzer pitch im dem wir die Ideen den vier Generation-Z-Jurymitglieder präsentieren durften.

Die Speech von Fernando Machado war zwar im Grunde eine Aneinander-Reihung von Cases die wir zwar schon kannten, allerdings gab Fernando interessante Hintergrundinformationen, die man so in den schillendern Case Videos natürlich nicht bekommt. Was für uns aber dabei feststand war, Burger King befolgt unsere „Stops“ offensichtlich recht Konsequent (zumindest sieht es so aus).

Was meinen wir mit „unsere“ Stops?

In Vorbereitung des Workshops sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es seltsam wirken würde, wenn wir als Agentur wie die Oberlehrer mit dem Finger wedeln und sagen „Tu dies, tu das…

Was wir aber aus Agentursicht sehr wohl machen können, ohne jemandem auf den Schlips zutreten, ist auf Dinge hinzuweisen, die unseren Arbeitsalltag zu einem Hindernislauf werden lassen. Dazu sei angemerkt, das wir hier den Arbeitsalltag unserer Branche meinen, und nicht an der Situation in Agenturen rumnörgeln möchten.

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Worum ging es also in unserem Workshop? Anhand verschiedener Fragen, die wir den unterschiedlichen Stops zuordneten, haben wir das alte Ferienlager-Spiel „Yes-No-Maybe“ gespielt. Mit der Ausnahme, dass wir kein Maybe hatten, denn wir gehen ja davon aus das wir eben keine Ziegen sind, und eine klare Meinung zu den gefragten Themen haben. Also Weg mit Maybe. Etwas über 30 Leute nahmen an unserem Workshop Teil, und führten einen erstaunlich guten Dialog – an dieser Stelle nochmal Danke an alle Teilnehmer und nicht vergessen #REDGOAT.

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Die Veranstaltung Year of the Goat ist in jedem Fall empfehlenswert. Warum? Die Auswahl der Speaker ist klasse, sie sind international und bieten eine gute Mischung aus Praxiscases und Inspiration. Verglichen mit TNW oder Pioneers auf dem wir uns auch regelmäßig herumtreiben, ist die Year of the Goat vergleichsweise klein, was sie aber auch sehr gemütlich macht. Man findet schnell Anschluss, und die Tatsache das man sich nicht durch die üblichen badges abhebt, die Neben dem Vor- und Zunamen auch die Firma preisgeben, mach die Sache sehr unkompliziert.