WrapUp: Apples WWDC 2015

Am 8. Juni betrat Apple‘s Chef Tim Cook wieder die Bühne des Moscone Centers, um vor 5.000 Entwicklern (und dem Rest der Welt) die jährliche WWDC zu eröffnen, die Apples neuste Software-Entwicklungen im Bereich Enhancement & Entertainment zur Thematik hatte.

Hier gibts einen kurzen Überlick über die wichtigsten Änderungen und features.

Die Neuigkeiten der WWDC in Kürze

Für alle Apple OS Geräte gab es Optimierungen in der Benutzerführung inkl. aus Usability-Sicht interessanter Erweiterungen, wie beispielsweise das Multitasking-Feature für die iPads. Nun wird es dem Benutzer ermöglicht, auf der Bedienoberfläche zwei Programme gleichzeitig anzuwenden und beispielsweise den Safari nebst der Apple Notes App Anmerkungen zu tätigen.

Der Bezahlservice Apple Pay, der bisher nur in den USA verfügbar war, wird ab Juli nun auch in UK angeboten. Die dafür notwendige System-App Passbook wird in diesem Zuge erweitert und in Apple Wallet umbenannt – offensichtlich eine Anpassung in Anlehnung auf die schon bekannte Samsung Wallet App.

Die App Zeitungskiosk wird in News umbenannt und durch die Flipboardfunktion optimiert. Weiterhin wird dem Konsumenten erstmalig die Einstellung nur personalisierte Nachrichten zu empfangen ermöglicht. Interessant wird es in Zukunft für Publisher, die Fachartikel mit Werbeeinblendungen ohne weitere Abgaben gezielter vermarkten können.

Auch die Anwendungen Siri, Notizen sowie Karten haben interessante Verbesserungen erfahren, die leider nicht alle ab Herbst in Deutschland sofort verfügbar sein werden. Dennoch, Apple hat den Wünschen der Entwickler sowie die der Konsumenten zugehört. Sichtbar wird es beispielsweise bei der kommenden Übersichts-App Proactive Assistant, oder dem zukünftigen Low Power Modus, der die Batterielaufzeit der Apple Devices um insgesamt vier Stunden verlängern kann.

Nur wenige Wochen nach dem Launch der Apple Watch bringt Apple ein Update heraus. WatchOS2 ermöglicht es nun den  Entwicklern native Apps für die Smartwatch zu entwicklen. Bisher konnte die Uhr über die Übertragungsschnittstelle Bluetooth mit den auf dem iPhone installierten Apps kommunizieren.

Das neue Motto bei der zukünftigen App-Entwicklungen wird „Wrist-first“ lauten.

Eine Emanzipierung der Apple Watch unter den mobilen Endgeräten. In Zukunft wird es dem Benutzer einer Apple Watch möglich seine installierten Apps ohne Smartphone zu betreiben – ein gänzlich neues App Ökosystem für Entwickler und Werber.

Einer der wichtigsten Launches des Jahres wird der Apple Music Dienst sein. Damit springt Apple auf den On-Demand Musik-Streaming-Zug auf. Wie die Anbieter Spotify oder Rdio, bietet Apple den Service für monatlich rund 10$ an. Apple hat durch den Kauf von Dr. Dre’s BEATS Electronics (beatsmusic.com) den Musik Service übernommen und kurzerhand in Apple Music umbenannt. Der Rollout des Services wird durch das neue OS auf allen Apple Endgeräten verfügbar sein. Eine adäquate Applikation wird es auch für Android-Geräte geben.

Tim Cook bedankte sich bei den App-Entwicklern auf dieser Welt und verkündete einen großen Milestone für die App Store Geschichte:

100 Milliarden App Downloads seit Launch des Stores.

Der App Store hat eine neue Ökonomie ins Leben gerufen und seit dem Launch wurden weltweit 30 Milliarden US-Dollar an die Entwickler der Apps ausgezahlt. Damals begann der App Store mit lediglich 500 Apps. Mittlerweile sind 1,5 Millionen Apps verfügbar. Statistisch werden pro Sekunde 850 Apps heruntergeladen. Der durchschnittliche Nutzer hat statistisch knapp 120 Apps auf seinem Smartphone installiert. Ein fundamentaler Weg weiterhin Zielgruppen über diesem Kanal anzusprechen.

Was bedeutet all das?
Trotz der Spekulationen bei der diesjährigen WWDC Apple neue Pläne für TV-Streaming-Dienste vorgestellt zu bekommen, gab es seitens Apple zu dieser Thematik überraschender Weise keine Neuerungen. Weitere Spekulationen, dass Apple an einem Automobil arbeitet, wurden nicht bestätigt. Allerdings wurde seitens Apple kurz die Thematik HomeKit angesprochen, ohne dabei in die Tiefe zu gehen.  Im Großen und Ganzen muss kein technologisches Genie sein um erahnen zu können, wie Apple sich die Zukunft und die des „Internet of Things“ vorstellt. Eins ist sicher, Apple bietet dem Konsumenten immer mehr Schnittstellen, sich mit deren Produkten zu beschäftigen und Zeit zu verbringen.

Autor: Katajun Sorusch / @kataasch