TNWEurope Tag2: ….über Startup Spirit, Tech-Innovation & das 1×1 zur Wirkungsweise von Musik- und Video

The Next Big Thing! Aber wie weiter? Am zweiten Tag der Next Web Conference ging es um Vision, Mission und Unternehmenskultur, bis zur kreativen Umsetzung von Content Strategien am Beispiel von Spotify und Youtube.

Jedes Startup ist der Meinung das nächste „Big Thing“ entwickelt zu haben. Innovative Dienstleistungen zu etablieren, ist aber nicht nur eine Frage des könnens, und des wollens – sondern viel wichtiger eine Frage des Timings. Ist der Markt bereit für eine neue Lösung/Plattform?

Kodak hatte noch vor der Einführung des iPhones und vor Instagram eine Online-Photo-Plattform mit Sharing Funktion. Hochladen von Bildern über den Stationären PC – Kein Problem. Erst mit der „Mobilisierung“ durch das iPhone hätte ein solcher Dienst plötzlich einen starken Mehrwert erfahren. Kodak hatte 6 Monate vor der Einführung des iPhones den Dienst abgestellt.

Es gilt den Markt zu verstehen. Daten zu analysieren und auf Basis kleiner Impulse Entscheidungen zu treffen. Cloud Computing ist ein starker Treiber der technischen Entwicklung, das es jedem möglich ist ein Tech –Startup zu starten. Die technischen Einstiegsbarrieren sind gering, die Tools stehen zur Verfügung.

Ein weiterer Aspekt ist eine gesunde Unternehmenskultur. Diese zu etablieren ist nicht nur hippen Tech Startups aus dem Valley  vorbehalten, die mit Wäscheservice, Freiem Mittagsessen oder eine Tischtennisplatte (Alternativ den Agentur-Kicker) werben… das alles macht aber  noch keine Kultur aus.

Unternehmenskultur will gepflegt werden, will erhalten werden. Eine Vision zu haben ist mit Abstand das wichtigste für Gründer und Unternehmens-lenker.

 “Don´t Fuck up your culture”

Eine Vision und Mission ist beschreibt das menschliche Element eines Unternehmens, und gibt den Weg des Wachstums vor. Im Grunde darf keine Klassifizierung in B2B oder B2C  stattfinden. Jegliche Kommunikation ist auf Menschen ausgerichtet, und jedes Produkt wird von Menschen benutzt…

„Be a Human 2 Human Company“

Aber was kommt als nächstes? Wir stehen an der Schwelle zum “industrial internet“ Menschen und Maschine stoßen zusammen und schaffen unglaubliches durch die Kommunikation von Menschen mit Dingen. Welche Industrien sehen wir? Energie und Elektrizität, hier werden Unternehmen und Produkte wie Googles Nest geschaffen. Im Bereich Healthcare werden Unternehmen wie GE neue Wege beschreiten und Produkte entwickeln.

Die Bedienung dieser neuen Produkte und/oder Plattformen wird heute mehr denn je von Designern vorgegeben. Über die Facettenreiche Arbeit und die Bedeutung von Interface Design sprach Evan Sharp, Co Funder von Pinterest. Design ist heute, mehr denn je entscheided für den Erfolg eines Produktes oder einer Plattform. Den klassischen „Screen“ Designer, der mit seinem Design die Bedienbarkeit von Maschinen oder Plattformen „aufhübschte“ (den klassischen Pixelschubser)  gibt es nicht mehr. Statt dessen geht es dem Designer darum das Web, mit den Daten und dem User zu verheiraten. Ein ständiger Feedback-Loop aus Daten beeinflusst in Echtzeit das Frontend und die Useraktion.

„Empowering everyone to be designer
Empowering everyone to be creative“

 

Während der zweiten Hälfte des Tages sprachen die beiden führenden Entertainment Plattformen Spotify und YouTube über den Erfolg von Marken auf deren Plattformen.

Ich denke wir alle Stimmen dem zu, und Spotifys Marktforschung macht das erneut klar, das Musik Unverzichtbar ist – mit Abstand vor dem Konsum von TV. Interessant aber auch hier ist die Datenflut auf die Spotify Zugriff hat, und die es erlaubt interessante Muster zu erkennen.

Beyonce´s Auftritt während des Super Bowls zum Beispiel. Spotify konnte einen 500%igen Anstieg der Suche das Destinys Child Top Hits verzeichnen, Beyonce selber widerfuhr ein uplift von 300%

If you listened to Destinys Child in February, I can be pretty sure that you´ve watched the Superbowl!

Spotify hat die Möglichkeit zu analysieren in welcher Situation User ist, oder welcher Aktion er gerade nachgeht auf Basis der Musik die er gerade hört! Vor allem Heavy Listener eignen sich als starke influencer, über die gegebenen Sharing funktionen üben sie starken Einfluss auf ihre Peers, aus.

Marken nutzen dieses enorme Potenzial laut Gary Liu noch nicht, drei wichtige steps sollen hier helfen:

  • Identify your audience, and own a Moment, an emotion or an activity.
  • Have an opinion about great music, within the context of your identity
  • Become a tastemaker, and change the conversation about music

 

Auch YouTubes Brendan Gahan kam mit drei wichtigen Key learnings um die Ecke, um gegen den enormen Wettbewerb azukommen.

Emotional Content

Egal ob Trauer, Freude oder Wut, emotionen  lösen reaktionen im menschlichen Gehirn aus und bewegen uns Dinge zu sharen, weiterzuverteilen.  Videos die es schaffen „emotional“ zu werden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit geshared zu werden als anders.

Invite an Audience

Wichtige Personen, Influencer in die Content-Strategie mit einbeziehen und relevanten Content gemeinsam shooten. Zum einen nutzt man die Reichweite und Popularität des „Testimonials“ sondern auch die Reichweite und profitiert von der authentizität des Materials.

Nothing draws a crowd like a crowd

Momentum nutzen! chnell nach dem Launch gilt es Reichweite aufzubauen und den Content zu pushen

 

Unterm Strich eine der interessantesten Veranstaltungen die wir je besucht haben – nächstes Jahr wieder!