TNWEurope Tag1: „Digital disruption“ – Über Konsequenzen für Unternehmen und den Stellenwert von Technologie

Das Buzzword am heutigen ersten Tag der Next Web Conference in Amsterdam war „Digital disruption“.  Welche Auswirkungen hat die digitale Entwicklung auf Märkte, traditionelle Geschäftsmodelle und neue Produkte, und wie verändert sie Unternehmens-Prozesse und Entscheidungswege?

„Power to the People“ ist das Motto der diesjährigen Konferenz in Amsterdam. Man sprach von über 50 Startups die hier präsentieren und weit mehr als 100 Hackern die in verschiedenen Battles an realen cases gegeneinander antreten. Alles um uns, den Konsumenten mit (noch) mehr Macht auszustatten..!?

Technologien die von Konsumenten genutzt werden, die ihnen Mehrwert stiften, werden auf Unternehmensseite gespiegelt, Messbar und Nutzbar gemacht. Für Unternehmen macht genau das absolut Sinn. Unternehmer und Autor Scott Brinker, beschreibt den Einfluss auf Unternehmsnsstrukturen und Berichtswege. Während Technologie und Software klassischerweise IT Aufgabe war, wechseln Verantwortlichkeiten in Richtung des Marketings. Marketing und Produktmanagement werden nutzniesser der Daten.

Software ist the way how Marketers can literally see and touch their audience

Forrester Analyst und Autor James McQuivey führt drei wesentliche Punkte an die Unternehmen beachten müssen um sich am Markt weiterhin behaupten zu können.

Zum Einen gilt es einen Connect zum Konsumenten zu finden, wer auch immer der erste und wertvollste Partner im Newsstream der Konsumenten ist, gewinn den Kampf um Eyeballs. Technologische Plattformen gilt es zu öffnen und Rückkanalfähig zu machen. Der wahrscheinlich wichtigste Punkt ist aber, eine valide Infrastruktur zu schaffen .

Letzteres ist also mit einem Change Prozess verbunden. Setup einer „Digital Disruption Task Force” sollte auf der Agenda jeder Unternehmen stehen. Smarte Mitarbeiter mit Unternehmergeist deren Ideen in Unternehmen oft ungehört verhallen, gilt es zu identifizieren.
Einen Interessanten Case wie Unternehmen es schaffen können in den Newssstream der Konsumenten zu kommen und sich hier gegenüber allen anderen zu behaupten skizziert eram beispiel Amazon VOX.

Digital Analyst und –Stratege Brian Solis aus der Altimeter Group unterstreicht nochmal das die „digitale Zerrüttung“ von uns getrieben wird.

„Does it happen to us, or because of us?“

Dennoch bedeutet die fortschreitende Digitalisierung nicht, mit jeder neuen Technologie altbewährtes zu verwerfen, gegen innovative, neuartige und dadurch vielleicht effizientere Technologien sieht das altbewährte immer erstmal alt aus.

Unternehmen müssen sich neu erfinden, die Messlatte sind dabei nicht etwa andere Unternehmen oder dieKonsumente, sondern die Zukunft. Was wollen Unterehmen für sich in der Zukunft darstellen und erreichen? Die Frage nach dem Königsweg, oder sog. Industry-Best-Practices kann demnach nur beantwortet werden mit den eigenen Needs des Unternehmens. Technologie ist dabei nur mittel zum Zweck, viel wichtiger ist die Datenmenge und – qualität die Unternehmen langfristig zur Verfügung stehe kann.

„Neccessity ist he mother of invention, vision ist he father of innovation“

Der erste Partner im Newsstream der Konsumenten zu werden ist das Ziel vieler Unternehmen. Den User in den Mittelpunkt zu rücken und einen Mehrwert anzubieten den er gerne nutzt, hilft Konsumenten an sich zu binden. Auch im Shopping-Bereich spielt Technologie eine entscheidende Rolle.
John Lunn  von PayPal teilte visionäre Produkte, und Unternehmen die es zukünftig einfacher machen zu bezahlen. PayPal Beacons, Pay by Face oder wearable devices die im vorbeigehen an der Kasse meine Produkte bezahlen

David Shingy Digital Prophet aus dem Hause AOL kam zu guter Letzt und hat in guter Manier über kreatives Storytelling in unserer zerrütteten, digital Landschaft referiert. Natürlich unterscheiden unsere Konsumenten heutzutage zwischen Anzeigen und nativen Inhalten die sich natürlich in ihren Newsfeed einordnen. Neuartiges, interaktives und emotionales Marketing lässt sich nunmal nur in unserem digitalen Umfeld realisieren, ein intuitiver Einsatz von Plattformen und Mechanismen fördert die Glaubwürdigkeit und lässt Unternehmen in der Gunst der Konsumenten wieder steigen.

 

Ärmel hochkrempeln – Change Management, Technologie-Nachhilfe, Konsumenten verstehen

Unterm Strich lässt sich festhalten das Unternehmen vor der Herausforderung stehen, sich neu erfinden zu müssen. Anerkennend müssen sie zugeben, das der Konsument Ihnen weit vorraus ist, und man sich jetzt über Change Prozesse auf diese neuen Gegbenheiten anpassen muss.

Technologie, als Vermittler, hilft Unternehmen dabei, an eine nie dagewesene Datenqualität zu kommen. Software wird dabei zu einem elementaren Bestandteil des Marketings, du fällt demnach langfristig in den Bereich eines CMO´s statt des CTO. Technologie alleine Hilft aber nicht, wenn sie keinen Mehrwert für den Konsumenten liefert. Wer auch immer es schafft sich als Marke/Dienstleister/Partner unabdingbar zu machen, hat gewonnen! Einmal im Newsstream angekommen reicht es lange nicht mehr mit Anzeigenformaten zu arbeiten, zu schnell wird man abgestraft von Konsumenten aufgrund von nicht ansprechender Werbung. Kreatives Storytlling ist gefragt! Wie gelingt es Marken, auf Basis gesammelter daten, gewinnbringend für das Unternehmen, und mehrwert-Stiftend für den Konsumenten zu “werben“

… wir sind gespannt was der nächste Tag bringt.