Cyber flashing – Dickpics via Airdrop

Stichwort „Digitale Belästigung“ . Im Radio habe ich heute morgen gehört, dass die Polizei in UK ersten Fällen von cyber flashing nachgeht, nachdem Pendler im Zug Bilder eines „männlichen Geschlechtsteils“ zugestellt wurden. Dickpics also. Ich muss schmunzeln.

Übertragen wurden die Bilder mittels Apples Airdrop-Funktion. Klingelt da was? Nicht oder? Zu wenigen Leuten ist die Funktion Airdrop überhaupt bekannt. Also ein Schritt zurück, worum handelt es sich bei Airdrop?

Airdrop ist……ein Ad-hoc-WiFi Netz das es Apple Nutzern ab iOS 7 erlaubt auch ohne externe Netzwerk oder WiFi Verbindung Daten auszutauschen. Das iPhone oder der Mac öffnen dabei selber ein kleines WiFi Netz, das sich selber „konfiguriert“ und laut Apple Angaben in einem Umkreis von bis zu 9 Metern funktioniert.  Seit dem WWDC im Sommer 2014 ist bekannt das auch der Datenaustausch zwischen iPhones und Macs möglich ist.

Soviel zur Theorie. Selber habe ich die Funktion erst vor Kurzem das erste mal benutzt. Erst als ich den Artikel auf Vice gelesen hab ist mir ein Licht aufgegangen. Der Autor hat sich dabei eine ganz besondere Veranstaltung herausgesucht, bei der die iPhone-Dichte kaum höher sein könnte, das Tech open Air 2015 in Berlin.

Mit seinem in „Günter Oettinger“ umbenannten iPhone hat er zahlreichen Konferenzteilnehmern ein Bild von Sascha Lobo als Einhorn gesendet und sich dabei herrlich amüsiert.

lobo

Dem Nutzer steht es nun frei das Bild zu akzeptieren oder abzulehnen, bis dahin prangt es aber prominent auf dem Bildschirm. Nachdem das Spamming auf dem Tech open Air scheinbar gut funktioniert hat, ging es weiter ins Café St. Oberholz am Rosenthaler Platz, leider war der versuch nicht von Erfolg gekrönt, kaum Geräte in „Spamweite„.

Wir machen den Feldtest in unserem Großraumbüro. Leider mit ernüchterndem Ergebnis. Im Großraumbüro mit ca 40 iPhones – von denren Existenz wir auf jeden Fall wissen – hat sich mein iPhone lediglich mit einem einzigen verbunden. Aber wir lassen uns davon nicht abschrecken, wir finden einen Weg um Airdrop „zweck zu entfremden“

Die Polizei empfiehlt im Übrigen die Bilder zu speichern um Ermittlungen überhaupt zu ermöglichen. Vielleicht mit einer „Gegenüberstellung“? 😀