Connected Home im Test

Das Internet der Dinge ist schon spannend, noch kaum standardisiert und was Produkte, Dienstleister und Plattformen angeht sehr stark zerfasert. Wenn man sich auf die Suche nach Produkten begibt findet man derart viel, das es schwerfällt zu unterscheiden welches was kann, und welches Mist ist.

In Anbetracht der Tatsache das die ganzen Gadgets ein schweine Geld kosten ist es nicht sehr effizient sich durch die ganzen Dinger zu testen und sie dann wieder zu verkaufen oder ungenutzt liegen zu lassen. Ich habe mich vor einer Weile für den Einsatz des Phillips Hue Systems entschieden, für mich ein cooles Produkt. Nun hatte ich die Freude und konnte an einem Produkttest von Osrams Lightify teilnehmen, und konnte die Hue Birnen sozusagen als „Referenzprodukt“ dagegenhalten. Hier mein Produktreview:


osram

Eins vorweg, Lightify ist ein gutes Produkt mit klasse Lichtqualität (kann man von Osram auch erwarten), was die Handhabung angeht ist noch viel Luft nach oben um ein „lifestyle“ Produkt zu werden, das hat Hue nach meinem dafürhalten schon eher geschafft, viele freie Apps die es dazu noch gibt ermöglichen mir das Licht meiner Musik anzupassen etc. sprich was Spielereien angeht ist Phillips schon weiter vorn.

Die Installation von Lightify funktioniert anders als bei Hue, die via Bridge an den Router angeschlossen wird – dann aber direkt funktioniert).  Bei Lightify musste ich meinen Router nicht stören und keinen weiteren Steckplatz verschwenden, ehrlicherweise wäre da auch kein Platz mehr gewesen wegen der ganzen anderen devices. Der Hub steckt in er Steckdose und wird im Heimnetz angemeldet. Die Anmeldung machte der App allerdings sichtbar kummer. Lange Ladezeite und einen Absturz bis sie mein Netzwerk endlich erkannte, über die Eingabe eines Codes wird der Hub dann im Netz angemeldet. Die Dokumentation bei des Produktes war nicht 100% eindeutig muss ich sagen.

Das Anmelden der Lightify Birnen ging dafür wie erwartet sehr einfach, reindrehen, mit der App erkennen lassen und fertig, hier unterscheiden sich im Übrigen beide Systeme kaum voneinander, im System funktioniert alles recht fix.
Lampen lassen sich schalten, weiter geht’s. Was die Farbwahl angeht bietet die Osram-App kreisrunde Bedienelemente mit der sich Helligkeit, Wärme und die Farbe einstellen lassen, Hue bietet eine farbskala in der man sich frei bewegen kann. In dem Punkt unterscheiden sich die beiden Systeme kaum voneinander. Mir liegt die Bedienung der Hue, aber das ist Geschmackssache.

Leider gab es enorme Verzögerungen bei der Bedienung des Osram Systems, sprich die Latenz zwischen Bedienung der App und tatsächlichem Umschalten der Birnen ist extrem lang. Das System von Phillips hat ebenfalls Verzögerungen, allerdings nicht so lange.

Mein Schluss Verzögerung gehören offensichtlich dazu bei „schaltbaren“ Birnen. Das oder mein WiFi ist scheisse, eins von beiden.

Bei beiden Systemen lassen sich eigene „Szenen“ einstellen und speichern, vorgegebene Szenerien gibt es nur bei Hue. Was ich bei Lightify ebenfalls komplizierter fand waren die Alarme und Timer auf die ich mich bei Hue aktuell stark verlasse. Punktabzug bekommt Lightify von mir (aber damit bin ich sicher alleine) aufgrund fehlender IFTTT Schnittstellen, hier konnte ich keine Lösung finden die mit Osram funktioniert – wobei das aus meiner Sicht keine Pflicht, sondern eher der Nerdbonus ist, aber den hätte ich gerne vergeben 😉

Fazit: Beide Systeme, Phillips Hue und Osrams Lightify sind grundsolide. Was sie können sollen, und zwar leuchten, tun sie gut. Die Lichtqualität ist bei beiden 1A – was ich aber bei den Herstellern auch voraussetze, irgendwie. Was die Handhabung und den Funktionsumfang angeht, „gewinnt“ für mich das Phillips System. Es mag nur für mich wichtig sein aber ausgereifte Funktionen wie Alarm, Timer und Geofence gehören für mich in so ein Produkt hinein. Die Receips für IFTTT sind für mich ein Bonus, der gut ankommt, aber auf keinen fall zwingend sein muss.